Omiš

Das wunderschöne Hinterland, die vielen sakralen Monumente, die Grabsteine „stećci“, die alten Festungen und authentische Architektur, die Höhlen und Grotten, die staunenswerte Natur mit dem Kanjon Cetinas – all das macht Omiš zur wahrhaftigen Perle des kroatischen Tourismus.

Die Stadt Omiš ist schön gelegen an der Mündung des Flusses Cetina. Sie ist als ehemalige Piratenfestung in die Geschichte eingegangen; erwähnt wird sie erstmals zu den Zeiten der alten Römer und Griechen.

Der Fluss Cetina beeinflusste immer die geopolitische Bedeutung und geschichtliche Entwicklung von Omiš. Er fließt entlang der linken Seite des Dinara-Massivs und des Rands von Poljica. In der Vorgeschichte befand sich die Mündung Cetinas sechs Kilometer flussaufwärts, bei den Wasserfällen Radmanove Mlinice. Dort wurden durch Erosion Sandbänke geformt; an der heutigen Mündung entstand die Halbinsel Punta mit der Stadt Omiš. In der Umgebung entstanden schon zur Bronze- und Eisenzeit Siedlungen vom Typ „gradine“ mit ihren Wachposten (Očur, Gradac, Starigrad, Careva gomila, Glavica), die Beobachtung des Meeres und der Mündung Cetinas ermöglichten.

Nach Periplus von Pseudoskilaks (5. Jh. v. Chr.) war das Gebiet entlang des Flusses Nestos (Cetina) vom illyrischen Stamm Nesti bevölkt. Als der Stamm der Dalmaten dominant wurde, als auch während der Herrschaft der Römer wurde der Name „Nesti“ ins „Onestini“ gewechselt; ihre Siedlung bekam folglich den Namen Oneum. Einige Historiker leiten den namen „Omiš“ von „Oneum“ ab, was auf die griechischen Wurzel des Wortes schließen lässt. Es wird angenommen, dass Omiš einst zu den griechischen und römischen Kolonien gehörte. In der Liste der Siedlungen des Gerichts- und Verwaltungsbezirks Salona erwähnt der römische Historiker Plinius der Ältere im 1. Jh. n. Chr. selbständige Festungen Oneum, Petunij und Nareste (Omiš, Podstrana und Jesenice).

Heute ist Omiš eine ruhige Kleinstadt; 7000 Menschen bewohnen die Mündung Cetinas und 17000 sind es insgesamt im ganzen Stadtbereich (dazu gehören sowohl Gornja, Srednja und teilweise Donja Poljica als auch der östliche Küstengebiet von Nemira bis Dubci). Fast fällt es einem schwer zu glauben, dass dieser Ort im Mittelalter eine gefährliche Piratensiedlung war. Am Höhepunkt ihrer Macht führten die Fürste Kačić die Seeräuberei; ihre Domination verdankten sie ihrer Tapferkeit und den speziell konstruierten Schiffen, den „sagittae“ („Pfeile“).

Omiš war eine Zeit lang ein Teil des Neretwanischen Fürstentums; seit der Herrschaft des Königs Petar Krešimir IV (1058-1074) gehört die Stadt dem alten kroatischen Staat, und seit 1444 der Republik Venedig. Im Jahre 1601 hatte Omiš 1300 Einwohner; unter Venedig wurde es zu einer unbesiegbaren Festung im Kampf gegen die Osmanen. In 1797 wurde es ein Teil Österreichs und in 1806 wurde es von Napoleons Armee erobert. In den Jahren 1813-1918, nochmals unter Österreich, war Omiš Verwaltungs- und Verkehrszentrum des dalmatinischen Hinterlandes.